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Donnerstag, 14. Mai 2009, 14:21

Pressluftflasche

In Pressluftflaschen ist der Luftvorrat der Taucher gespeichert.
Entgegen der landläufigen Meinung der nichttauchenden Bevölkerung ist KEIN reiner Sauerstoff in Pressluftflaschen, sondern normale Luft. Solche, wie wir sie tagtäglich um uns herum einatmen.

Pressluftflaschen gibt es in verschiedenen Grössen und aus verschiedenen Materialien.
Die gebräuchlichsten Grössen in Europa sind 8, 10, 12 und 15 Liter. "Gemessen" wird in Liter, d.h. in eine 10l Flasche passen 10l Wasser.
Standardflaschen sind übrigens die 12er. Hier passt soviel Luft rein, wie in eine Telefonzelle. Die Flaschen werden mithilfe eines Kompressors gefüllt, d.h. die Luft wird komprimiert in die Flasche gepresst. Hierbei entsteht ein gewaltiger Druck.
Üblicherweise liegt der Flaschendruck einer gefüllten Flasche bei ca. 200bar. Um zu vermeiden, dass Flüssigkeit in die Flasche eintritt, sollte sie nie ganz leergeatmet werden! 10-20bar Restdruck sollten drin bleiben.

Pressluftflaschen gibt es aus Stahl oder Aluminium.

Des weiteren gibt es 2 verschiedene Ventilarten.
DIN (Deutsche Industrie Norm) und INT (International). In Europa ist DIN am gebräuchlichsten.

Pressluftflaschen sollten liegend transportiert werden. Einfach um Verletzungen zu vermeiden bzw. die Flasche nicht zu beschädigen. Ausserdem sollten sie niemals in der Sonne oder dem Auto liegen gelassen werden.

Auch Pressluftflaschen unterliegen der Materialermüdung, deshalb gibt es Vorschriften, wie oft sie vom TÜV geprüft werden müssen:
  • Stahlflaschen aller 2 Jahre (in D, AT, CH)
  • Aluminiumflaschen aller 6 Jahre (in D, CH - in AT sind Aluflaschen nicht zugelassen zum Tauchen!)
Auf Pressluftflaschen sind diverse Markierungen eingeprägt.
Stahlflaschen in Europa sind wie folgt gekennzeichnet, wobei diese Angaben von Land zu Land unterschiedlich gemacht werden:
  • Hersteller
  • Seriennummer
  • Kapazität
  • Fülldruck und Gasart
  • Prüfdruck
  • Leergewicht
  • Herstellungsdatum
  • Prüfstempel
  • Prüfnummer
  • Prüfdatum
Ein wichtiger Hinweis zum Schluss - "schmeckt" die Luft aus der Flasche komisch, unangenehm... dann geht nicht mit dieser Flasche tauchen! Ihr werden den Tauchgang nicht geniessen können! Gegebenenfalls treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit oder sogar Bewusstlosigkeit ein! ;(
Also - nur Luft zum Tauchen atmen, die geruchs- und geschmacksneutral ist!
"Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
(Albert Einstein)

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Freitag, 15. Mai 2009, 16:44

TÜV-Intervalle für beide Flaschenarten 2.5Jahre in Deutschland

In Deutschland sind neber Stahlflaschen auch Aluflaschen zugelassen!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »musher« (13. März 2010, 18:54)


3

Samstag, 13. März 2010, 11:22

gibt aber auch Composite Flaschen, mit 300bar die müssen auch alle 6 Jahre zum Tüv
"Die beste Weise, Fische zu beobachten, besteht darin, selber zum Fisch zu werden." Jacques-Yves Cousteau (1910-1997)



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